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Freundesbriefe

Freundesbrief Januar 2009

Januar 2009

Liebe Freunde,

meine Zeit in Deutschland war schön. Ein besonderer Höhepunkt war natürlich die Goldene Hochzeit meiner Eltern und die Begegnung meiner Familie mit Senzo, meinem 6jährigen Pflegesohn. Alle haben ihn sofort in ihr Herz geschlossen – und so erlebte ich es auch während meines Reisedienstes. So manches Mal wurde er geknuddelt oder bekam ein Geschenk in die Hand gedrückt, ganz zu schweigen von den vielen liebevoll zubereiteten Mahlzeiten, die wir genießen durften.

Danke für die Liebe, die ihr mir und Senzo erwiesen habt. Vor allem möchte ich euch aber für eure Unterstützung danken, auf die wir angewiesen sind, um weiterhin ca. 1000 Kinder an Geist, Seele und Leib zu versorgen. Dank eurer großzügigen Spenden können wir:
• nun endlich eine Suppenküche an den Kindergarten anbauen, denn es ist nicht erlaubt mit Gas im Haus zu kochen.
• Spielzeugboxen für den Kindergarten anschaffen
• einen Generator und neue Mikrophone für die Straßengottesdienste kaufen.

Neues von unserem Besuchsdienst: Von Hütte zu Hütte
Kylie berichtet: Im letzten Jahr hatten wir für eine längere Zeit jeden Montag den Tod vor Augen. Die Augen des kleinen Brent schauten mich an, als wenn sie schon mit der Welt abgeschlossen hätten. Er selbst war nur noch eine Hand voll Knochen. Wir Bambelelamitarbeiter bereiteten ihn schon auf die Ewigkeit vor, gaben die Hoffnung jedoch nicht auf und beteten für seine Heilung. Seit 2 Wochen kann Brent wieder aufstehen, er nimmt wieder an Gewicht zu und seine schrecklichen Gliederschmerzen sind fast verschwunden. Er selbst sagt, dass Gott ihm das Leben neu geschenkt hat.

Neues aus unserem Kinderhort: Senzo-Daycarecentre
Unser Sorgenkind R. war durch Missbrauch und Vernachlässigung so traumatisiert, dass er nur apathisch in der Ecke saß. Die Mitarbeiter des Kinderhortes freuen sich ganz besonders darüber, dass er nicht mehr gefüttert werden muss und das Spielen entdeckt hat. Octavia schreibt: Es ist ein Segen, mit diesen Kindern zu arbeiten. Die größte Belohnung für mich ist es, zu beobachten, dass die tiefe Traurigkeit dieser traumatisierten Kinder verschwunden und die Lebensfreude wieder eingezogen ist.

Neues von unseren Straßengottesdiensten:
Nach der unvergesslichen Weihnachtsfeier 2007 mit über 1000 Kindern war für die Kinder die Vorfreude auf die nächste schon riesengroß. Über 800 Kinder besuchten am 7. Dezember unser Zelt und sangen ihr Lieblingslied: A gheko u fana um Jesu (Keiner ist wie Jesus) lautstark. Viele fleißige Hände packten wieder gesponserte Geschenke ein und kochten ein leckeres Geflügelgericht. Jedes Kind ging wieder reicht beschenkt nach Hause.
Wilson schreibt dazu: Es ist schwer, eine solche Menge an Kindern zu kontrollieren. Leider mussten wir zu oft die raue Sprache sprechen, die die Kinder verstehen, um sie vom Kämpfen und Stehlen zurückzuhalten.
Mich hat es besonders berührt, dass wir so viel Essen austeilen konnten. Als wir die Reste im Slum an die Armen verteilten, sagte eine Frau:“ Dieser gefüllte Teller mit Fleisch und Gemüse ist mein Weihnachten“

Das Bambelelateam wünscht euch von Herzen ein gesegnetes Jahr 2009.
Eure Martina

Ich freue mich immer, von euch zu hören.