Zwischenbericht Mai 2015

von Martina aus Südafrika (Mai 15)

Wie ihr ja wisst, mache ich in den Townships vormittags Kinderstunden mit den Vorschulkindern. Es ist so beeindruckend, zu sehen, wie ernst Gott die Kinder nimmt. Es werden immer mehr, mittlerweile habe ich 20 3-5-Jährige in einem kidsclub. Sie kommen immer gerade dann um die Ecke, wenn wir kommen, sie haben keine Uhr und niemand schickt sie, denn sie sind auf der Straße sich selber überlassen. Die Verkündigung unter den Kleinsten empfinde ich enorm herausfordernd.
Unsere Einrichtung Pagamani in Phillipi (ein Township) hat einen neuen Anstrich vom “Katastrophenschutz” gesponsert bekommen und sieht edel aus. Der Creche (=Hort) hat mittlerweile 20 Vorschulkinder. Lulamas Frau und ihre Mitarbeiter machen einen guten Job und sind treue und zuverlässige Mitarbeiter. Nomvuyo, unsere Lehrerin, investiert sehr viel in Hausaufgabenhilfe und macht sich viele Gedanken, wie sie die Kinder fördern kann. Wir bekamen ein gutes Feedback von den Eltern, dass die Kinder besonders in Mathe und Englisch aufgeholt haben.
Capricorn (ein anderes Township) ist unser Sorgenkind. Ca 150 Kinder kommen mittlerweise regelmäßig und wir müssen sehr aufpassen und hart durchgreifen, denn die Kinder schlagen sich mit so einer emormen Brutalität. Viele kommen berauscht durch Marihuana, welches ja nochmal die Gefühlskaelte verstärkt.

Info vom Verein:
Für Pietermaritzburg bitten wir um Gebet: der Leiter ist krank, aber die Arbeit läuft in reduziertem Zustand durch den tollen Einsatz der Mitarbeiter weiter.