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Freundesbrief Dezember 2020

Oh du fröhliche, Oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!

Liebe Freunde,

Johannes Daniel Falk verlor 4 seiner 7 Kinder an Typhus und schrieb dieses beliebte Weihnachtslied in einer Zeit, die von Hunger, Krieg und Leid geprägt war. In einem Buch über die Entstehungsgeschichten der schönsten Weihnachtslieder lesen wir:  „ … Es ist hektisch im Hause von Johannes Daniel Falk – im Jahr 1815, in der Schillerstraße 20, in Weimar. Der Privatgelehrte Falk sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt hastig einige Zeilen auf und ringt um die richtige Melodie: Er will unbedingt ein Lied für seine Waisenkinder schreiben, denn er will ihnen unbedingt eine Freude bereiten…“

Genauso habe ich auch empfunden, denn nach der langen coronabedingten Ausgangssperre sollten sich unsere Kinder in den Townships Kapstadts auch unbedingt wieder freuen können (über unser Zusammensein, über das Programm) und wir haben wirklich regelrecht um neue Methoden gerungen, um die Kinder wieder zu erreichen. Zuerst besuchten wir die Kinder in den Hütten. Die Menschen glaubten jedoch nicht, dass es nur ein Besuch war, sondern dachten, dass wir diese Familien finanziell versorgen würden. Es herrschte sehr viel Neid und Eifersucht und wir brachten uns, unsere Kinder und deren Familien in Gefahr.

Die Anzahl von 50 Kindern (es herrscht auch hier ein Versammlungsverbot für mehr als 50 Personen) war immer schnell überschritten, was immer wir auch versuchten: Sei es den Kindern in kleinen Gruppen Geschichten zu erzählen und mit ihnen zu beten oder Tickets für die Gottesdienste an die Kinder zu verteilen und mit Ehrenamtlichen gleichzeitig andere attraktive Angebote zu machen. Nun machen wir es so, dass wir im Hof vor den Hütten Kinderhauskreise mit bis zu 20 Kindern veranstalten. Wegen der Eifersucht und der Missgunst ist es wichtig, dass die Menschen über den Zaun schauen können. Ich bin so froh, dass diese Methode funktioniert und liebe es gerade ganz besonders, den Kindern schöne und unvergesslicheWeihnachts-kinderstunden zu gestalten. Es war ein besonders bewegender Moment, als die Hirten in einem Anspiel hinknieten und „Gott anbeteten” und die Kinder spontan das gleiche taten.  

In den vergangenen Monaten waren wir vormittags oft in den Schulen. Es gab zwar oft Rückschläge, weil Termine abgesagt wurden und Schulen coronabedingt schließen mussten, aber wir bekamen doch oft die Gelegenheit, montags eine 30-minütige Wochenandacht zu halten oder mit einem Programm von Klasse zu Klasse zu gehen.

Die Mitarbeiter in Pietermaritzburg fiebern den Straßengottesdiensten auch wieder entgegen, aber durch die strengen Hygienevorschriften wird momentan jedoch jeder Mitarbeiter im Kindergarten gebraucht. Nur so bleibt genügend Zeit für die Kinder und die pädagogische Arbeit. Vor unseren 3-6-jährigen Kindern im Kindergarten kann man nur den „Hut ziehen”, denn sie müssen den ganzen Tag über Masken tragen und jammern nicht einmal.

Die lange Pause durch den Lockdown tat unseren Kindergartenkindern gar nicht gut, denn durch das Leben auf der Straße und die Probleme in der Familie waren die meisten Kinder extrem vernachlässigt und zeigten Symptome wie Angst, Konzentrationsstörungen, Aggressivität und auffällige Schüchternheit. Unsere Mitarbeiterin Kaylynne Anthony schreibt:  „Ich muss zugeben, dass ich wirklich Angst hatte, als ich von einem 5-jährigen Jungen mit der Schere bedroht wurde. Jeden Morgen habe ich seinen Rucksack nach scharfen Gegenständen durchsucht. Aber Beten hilft immer. Ich danke Gott dafür, dass er mir die inneren Augen öffnete und mir zeigte, was die Kinder brauchen. Ein Kind brauchte besondere Zuwendung, das andere musste mehr einbezogen werden oder ihm musste eine besondere Aufgabe zugeteilt werden.

Kylie Wynne schreibt: „In den letzten Monaten verwandelte sich unser Kindergarten in „ein Haus der kleinen Forscher”. Die Kinder experimentierten mit Wasser und beim Ziehen von Bohnenkeimlingen staunten die Kinder, wenn ihre Pflanze von Tag zu Tag wuchs. Voller Stolz wurde sie schließlich nach Hause getragen. Besonders fasziniert waren die Kinder von den Dinosauriern.

Ein besonderes Highlight war das „Saurierrennen” mit Dinofüßen aus Schuhkartons oder das Entdecken von Dinosauriereiern, die entstanden, indem Spielzeugdinos in einen Luftballon getan wurden, der dann mit Wasser gefüllt und tiefgefroren wurde. Alles in allem war es eine besonders erlebnisreiche und schöne Zeit für die Kinder.

Ich liebe es, die Lebensmittelpakete zu verteilen. Die Freude auf den Gesichtern zu sehen war unbezahlbar. Die Menschen waren so dankbar, erleichtert und hoffnungsvoll zugleich.

Liebe Freunde, danke für Eure treue Unterstützung, gerade in einer unsicheren Zeit wie dieser. Dieses Jahr bleiben wir Weihnachten in Südafrika und hoffen auf ein Wiedersehen mit euch 2021!

Das Bambelelateam wünscht Euch eine gesegnete Adventszeit und Frohe Weihnachten.

Welt ging verloren, Christ ward geboren: Freue, freue dich, Oh Christenheit

Hinweis vom Verein: Spendenbescheinigungen für 2020 werden ab Januar 2021 versandt, wenn Sie Ihre Adresse auf der Überweisung angegeben haben.

Frohe Weihnachten Ihnen allen und ein gesegnetes 2021, bleiben Sie gesund und behütet!

 

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Freundesbriefe News

Aktuelle Infos Oktober 20

Zuerst eine Mitteilung vom Verein Bambelela ku Jesu e.V.:

Martina wird dieses Jahr nicht mehr nach Deutschland kommen, um ihren Reisedienst anzutreten. Die Bestimmungen in Südafrika und der fast komplett runtergefahrene Flugverkehr machen es nicht möglich. So müssen wir Vorträge von Martina leider auf 2021 verschieben. Wir sind aber sehr dankbar, dass die Arbeit in Kapstadt und Pietermaritzburg wieder losgeht. Gott sei Dank sind auch alle Mitarbeiter bisher gesund.

Hier nun Martinas Kurz-Bericht (ein Rundbrief folgt noch zu Ende des Jahres):

Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe, dass es Euch allen gut geht. Viele liebe Grüße von uns allen. Hier wird es endlich Frühling, durch den Starkregen in den vergangenen Wochen, sollte sich Südafrikas Wasserproblem erledigt haben, denn die Dämme haben sich wieder zu 100 % gefüllt. Aber andere Probleme wie die Coronakrise und Erdbebenstöße reichen wirklich auch aus. An einem Samstagnachmittag vor 2 Wochen bebte hier für 5 Sekunden die Erde (M 6) und die Scheiben zitterten, es hörte sich an wie ein schweres Gewitter. Das war gruselig. In den Nachrichten kam dann, dass es im Atlantischen Ozean, 1600 km vom Kap entfernt, in 10000 m Tiefe Erdstöße gab. Ehrlich gesagt, es gab eine schlaflose Nacht danach.

In den letzten 2 Wochen verstarben in unserer Gemeinde sehr plötzlich 2 Gemeindemitglieder an Corona, beide waren erst 40 Jahr alt. Das hat uns alle sehr mitgenommen.

 Wir befinden uns hier in SA im Katastrophenmanagement auf Stufe 1 mit Auflagen und Vorsichtsmaßnahmen. Momentan gibt es täglich 1500 -2000 Neuinfektionen.

Und jetzt ein kleiner Einblick in unsere Arbeit:

Kapstadt

Schulen

Wir führen wieder Schulprogramme durch, nicht in der Aula, sondern in den Klassen. In einem Brief versichern wir den Schulen, dass wir die Vorschriften der Regierung einhalten. d.h.Abstand halten, Masken tragen und vor den Schülern immer wieder die Hände desinfizieren und auch das alles, was wir den Kindern zeigen, vor den Lehrern mit Desinfektionsspray eingesprüht wird. Wir sind willkommen und 2 Schulen fragten an, ob wir einmal wöchentlich kommen können.

Meine Lieblingsschule ist die Schule in Phillippi, weil das Verhältnis zu den Lehrern und Schülern so gut ist. Unser Thema momentan heißt: „Verloren und Gefunden” (Der verloren Sohn, Das verlorene Schaf, Der verlorene Groschen)

Straßengottesdienste

In Parkwood und Capricorn haben die Gottesdienste, das Herz unserer Arbeit, wieder begonnen. Endlich, ich habe es vermisst. Es war so ein Jonglieren, die Gottesdienste wegen der Vorschriften zu organisieren (Abstand 1,5 m und nicht mehr als 50 Personen).

In den ersten Wochen gingen wir von Hütte zu Hütte und erzählten die biblischen Geschichten kleinen Gruppen von 2-4 Kindern. Als die Kinder erfuhren, dass wir wieder unterwegs sind, versammelten sich aber schnell Trauben von Kindern um uns herum. Jetzt machen wir es so, dass die Flyer in verschiedenen Farben verteilt werden und immer 10 Kinder am Programm teilnehmen, welches dann 4-5 Mal wiederholt wird. Das Militär sagte uns, dass wir die Namen der Kinder aufschreiben müssen, Fieber messen sollen und die Hände der Kinder desinfizieren müssen. Das klappt ganz gut. Während ich das Programm durchführe sitzt Senzo in einer anderen Ecke und die Kinder kommen mit Gebetsanliegen zu ihm oder stellen ihm Fragen. Wenn sie merken, dass Senzo nicht mit ihnen spielt, trollen sich die meisten davon und die Zahl der Kinder bleibt überschaubar. Verpackte Lebensmittel dürfen verteilt werden, wir verteilen momentan Biltong (südafr. Trockenfleisch) und Salamisticks.

Mit dem Gruß von Paulus im Philipperbrief drücke ich Euch:

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus.

Martina und Senzo.

Pietermaritzburg (Bericht von Kylie)

Die Kinder im Hort und ihre Familien waren während des Lockdowns sehr beschenkt, weil wir in der Lage waren, jeder Familie Lebensmittelpakete zu bringen. Die Eltern waren wirklich dankbar. Und das Team und ich (Kylie) waren sehr dankbar, dass unser Gehalt weiter gezahlt wurde; viele Leute haben während der Corona-Krise ihre Jobs verloren.

Wir kauften zwei Masken für jedes Kind, aber leider sind manche Eltern sorglos, sie sagen uns dann, dass sie nicht wissen, wo die Kindermasken sind, oder die Masken sind dreckig, weil sie nicht gewaschen werden. So entschied Grace (die Köchin), sie regelmäßig zu waschen.

Wir stellen Batteriebetriebene Desinfektionsmittel-Spender, Seifenspender und Papierhandtuchhalter auf. Die Kinder waren so erstaunt, dass sie nur ihre Hände unter die Spender halten mussten, Seife kam raus und das ganz ohne dass sie einen Knopf drücken mussten. Bei den ersten Malen kam es vor, dass die Kinder völlig verdutzt nach hinten sprangen, weil sie den Mechanismus nicht kannten. Seitdem lieben die Kinder es zur Toilette zu gehen, besonders die Mädchen.

Ich (Kylie) beobachte mit Freude, wie die Kinder miteinander agieren, sie sind wie eine Familie, lachen und spielen miteinander.

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Vorträge

Aufgrund der weltweiten COVID-19 Pandemie ist es dieses Jahr leider nicht möglich, dass Martina Thiemann nach Deutschland kommen kann.

Sobald eine Reise wieder möglich ist, informieren wir Sie/Euch hier.

Bleibt gesegnet, gesund und auf Abstand.
Das Bambelela Team.

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Freundesbriefe

Freundesbrief November 2019

Martina Thiemanns Freundesbrief Nr. 43

Liebe Freunde,

herzliche Grüße sendet Euch das Bambelelateam. Normalerweise haben wir in dieser Jahreszeit schon mit extremer Hitze zu kämpfen. Normalerweise… aber in der letzten Woche schneite es und es folgten Starkregen und Sturm. Auch Südafrika bleibt nicht vom Klimawandel verschont.

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Freundesbriefe

Freundesbrief Mai 2019

Liebe Freunde,

herzliche Grüße aus Südafrika sendet Euch das Bambelelateam.

2.Thessalonicher 3,3: Aber der Herr ist treu, er wird Euch stärken und  Euch vor dem Bösen bewahren.

Unsere Straßengottesdienste sind “Toptrump”( Trumpfkarte) sagten die Kinder und meinten damit, dass unsere Programme im Vergleich zu allen anderen Angeboten herausstechen und ihrer Meinung nach unübertrefflich sind. Als Team freuen wir uns natürlich sehr über das Lob der Kinder. Aber ganz besonders stach in den letzten Monaten Gottes Treue zu unserer Arbeit heraus und übertraf alle unsere Erwartungen.

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Unsere Arbeit

Unsere Arbeit

Martina Thiemann begann ihre Arbeit in Pietermaritzburg in Südafrika, als sie vor der Hütte einer schwarzen Frau anfing, mit Kindern zu spielen, ihnen biblische Geschichten zu erzählen und mit ihnen zu beten. Schnell stellte sie fest, dass den Kindern außer Liebe auch Nahrung und Kleidung fehlte.

Und Dank Gottes Hilfe und der Spenden aus Deutschland wuchs die Arbeit:

  • Straßengottesdienste in verschiedenen Slums von Pietermaritzburg und Kapstadt
  • Pro Tag erhalten bis zu 100 Kinder warmes Essen
  • Schuluniformen und Kleidung werden verteilt
  • Kindergarten für bis zu 20 besonders bedürftige Kinder seit 2008
  • Besuch, Betreuung und Unterstützung mit Nahrungsmitteln von Kindern in Kinderhaushalten

Seit 2010 lebt Martina Thiemann in Kapstadt und baut dort ein zweites Zentrum der Bambelela Arbeit auf.

Alle diese Projekte wollen wir weiter ausbauen, so dass immer mehr Kinder davon profitieren.

Ein 17-Jähriger sagte über Bambelela:

„Bambelela war mein Freund als ich keinen Freund hatte, und als mein Vater uns verließ, wurde Bambelela mein Vater. Und als ich mal die Hoffnung verlor und nicht mehr länger leben wollte, gab Bambelela mir Hoffnung. Heute gehe ich zur Schule, fürchte und liebe Gott. Ich bin oft mit leerem Magen und leerem Herzen zu Bambelela gegangen, aber ich wurde immer gefüllt.“

So soll es noch vielen Kindern ergehen: Helfen Sie uns dabei mit Gebet oder Spenden.
Siyabonga (Danke)!

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Über uns

Martina Thiemann

Leiterin von Bambelela ku Jesu

Martina Thiemann ist Erzieherin und Missionarin aus Leidenschaft und erhielt im Gebet die Aufforderung, zu den verlassenen Kindern zu gehen. Ihrer Berufung gemäß zu leben und zu arbeiten, begann sie 2003 in Pietermaritzburg in Südafrika, wo besonders die Kinder von Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheiten betroffen sind.

Nach Schulungseinsätzen in Indien und New York führt Gott sie nach Südafrika. In den Slums von Pietermaritzburg traf sie sie, diese kleinen kostbaren Persönlichkeiten, denen es nicht nur nach Essbarem hungerte, sondern ebenso nach Aufmerksamkeit, Liebe und Hilfe.

Seit 2011 wirkt sie in Kapstadt, nachdem sie die Verantwortung für Bambelela ku Jesu in Pietermaritzburg bewährten und zuverlässigen dortigen Mitarbeitern übergab.

Martina möchte
…die Kinder in Südafrika für Jesus Christus gewinnen.
…durch Kindergottesdienste ihnen die schönsten Stunden der Woche gestalten.
…die Kinder regelmäßig besuchen.
…sie mit dem Lebensnotwendigsten versorgen.