Liebe Missionsfreunde,
Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.( Psalm 146,1)
Wenn wir mit den Kindern in der heiligen Gegenwart Gottes stehen und ihn mit Liedern anbeten, passiert etwas in ihnen. Gott zu loben und ihm zu sagen oder zu singen, wie gut er ist, verändert ihre Herzen. Gottes Liebe, Frieden, Gnade und Güte fließt in die Kinderherzen, heilt sie und hilft ihnen, ihren Ballast loszuwerden.
Ich erzählte den Kindern von einem Wort, welches in fast allen Sprachen das gleiche ist: „Halleluja“ ( d.h. Preist den Herrn) und sie staunten nicht schlecht, als Chiconde aus Malawi sagte: Bei uns heißt es: „Haleluya“ und Tatenda aus Simbabwe hinzufügte: …“bei uns heißt es auch Haleluja“ und … in Afrikaans auch und in Xhosa auch“ riefen die Kinder.
Und Sipho sagte aus tiefstem Herzen: „Halleluja ist überall‘
„Christ der Retter ist da“ sangen unsere Kinder aus tiefstem Herzen auf unseren Weihnachtsfeiern im Kindergarten und in den Townships und feierten die Geburt unseres Herrn Jesus. In den Straßengottesdiensten auf staubigen Plätzen und im festlich geschmückten Kindergarten wurde die Weihnachtsgeschichte im Krippenspiel der Kinder lebendig und berührte wieder die Herzen aller Zuhörer. Die Zuschauer mussten lachen, als ein Kind vor dem Krippenspiel sagte: „Leute, ich bin genauso aufgeregt wie die Hirten an der Krippe.“

Im Kindergarten war die Weihnachtsfeier für 5 Kinder gleichzeitig eine Abschiedsfeier, denn sie wurden im Januar eingeschult und der Abschluss wurde mit dem Ritual des „Hüte in die Luft Werfens“ gefeiert. Einige Kinder verlassen unseren Kindergarten mit dem Gefühl des Stolzes und der Vorfreude auf die Schule, aber weil unser Kindergarten nicht nur „ein Kinder- garten“, sondern ein echtes Zuhause für die Kinder ist, ist dieser Ablöseprozess für die meisten eher schmerzlich. Bitte betet für unsere Schulkinder.

Auch in diesem Jahr übernimmt Bambelela wieder die Kosten für die erste Schuluniform und das 1. Schuljahr. Kylie schreibt: „Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr sich die Eltern und Kinder freuten, als wir sie besuchten und ihnen die Schuluniformen überreichten. Es war mehr als „nur die Schuluniformen abzugeben“: Wir konnten die Würde der Kinder erneuern, denn sie brauchen sich jetzt nicht mehr vor dem Spott und der Kritik der Lehrer zu fürchten, wenn sie keine Schuluniform tragen. Wir konnten sie ermutigen und mit ihnen beten, denn sie vermissen uns immer noch sehr.
Nach der Sommerpause ging es am 19.Januar wieder los. Während die 5 neuen Kinder noch in der Eingewöhnungsphase steckten und erst die Umgebung erkundeten, waren die anderen Kinder überglücklich, ihre alten Freunde wiederzusehen. Die Umarmungen wollten einfach kein Ende nehmen. Der Spielplatz und das leckere Essen von Lungi wurden besonders vermisst.
Die plötzliche Kündigung unserer Erzieherin Kaylynn kam sehr überraschend und der Abschied fiel allen schwer. Seit dem 1.3.26 ist Kaylynn in ihrer Gemeinde die Hauptverantwortliche für die Kinder- und Jugendarbeit. Wir wüschen ihr von Herzen Gottes Segen in ihren neuen Aufgaben.
Wir sind Gott sehr dankbar für unsere neue Erzieherin. Sie möchte sich an dieser Stelle bei Euch vorstellen: Ich heiße Erin van der Merwe und bin 23 Jahre alt. Ich habe zwei ältere Schwestern, welche beide verheiratet sind. Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, besuchte jeden Sonntag den Kindergottesdienst und später dann den Jugendkreis. Gottes Prinzipien wurden mir also schon seit meiner Kindheit beigebracht. Ich war immer sehr behütet und kannte kein anderes Leben und keine Versuchung, mein Leben selber in die Hand zu nehmen. Das änderte sich schlagartig, als ich als Au-pair für ein Jahr nach Amerika ging. Ich war neugierig und probierte alles aus, was mich reizte, entfernte mich dabei aber immer mehr von Gott und rutschte ab. Als ich innerlich ganz unten war, begegnete mir der Herr Jesus. Ich betete zum ersten Mal „richtig“, rief seinen Namen an und bat ihn, mir zu helfen. Und er tat es. Seitdem kann ich mich wirklich Christ nennen, denn ich habe eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus. Seitdem ich mit IHM lebe, bin ich mit meinem Leben zufrieden. Kinder spielten immer eine große Rolle in meinem Leben, sei es als Babysitter, als Au-pair oder als Lehrerassistentin in einer Grundschule. Lehrerin ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten und freue mich auf meine neuen Aufgaben im Bambelela-Kindergarten.
In den Townships war die Freude der Kinder nach der Sommerpause (Anmerkung: Sommer ist in Südafrika Nov/Dez/Jan.) auch groß. Überall spüren wir den Hunger nach Gottes Wort. Die Kinder fragen uns immer zuerst nach den „Gottesgeschichten“. Bis Ostern erzählten wir den Kindern aus dem Leben Jesu, wobei die Geschichte von der Heilung des blinden Bartimäus besonders beliebt ist. Nonkuhle sagte aus tiefster Überzeugung: „Jesus kann aber auch einfach alles“ Die Kinder waren auch von den Wahrnehmungsspielen begeistert, wie z.B. von dem Spiel: „Max, der Maulwurf“ oder Hindernislauf mit einem Blindenstock oder Gegenstände um die Wette ertasten.
Der Höhepunkt in diesen ersten vier Monaten waren jedoch die Ostergottesdienste. Am Karfreitag hatten Senzo und ich den Eindruck, dass wir in einem Township einen Straßengottesdienst durchführen sollten. Als wir dort ankamen, wirkte alles so trostlos. Viele Betrunkene torkelten herum, die Atmosphäre war nicht gut und die Kinder wirkten so verloren. Wir wollten an diesem Tag so mit den Kindern essen, wie es zu Jesu Lebzeiten üblich war und bereiteten alles vor. Ein Tischtuch wurde auf dem Boden ausgebreitet und darauf wurden Schüsseln mit Brot, frischem und getrockneten Obst, Fisch und Oliven verteilt. Rundherum lagen Kissen, auf denen es sich die Kinder gemütlich machen konnten.

Dann begannen wir, die Füße der Kinder zu waschen (wegen der staubigen Wege und offenen Sandalen war es damals vor dem Essen so selbstverständlich wie bei uns das Händewaschen). Ich musste daran denken, dass die Reaktion der Kinder das Verhalten mancher Menschen Gott gegenüber reflektierte. Manche sagten eher ein bisschen frech: „Hey, mach das richtig.“ Andere sagten: „Ich mag meine Füße nicht zeigen, sie sind so schmutzig und riechen. Willst du die wirklich waschen?“ Manche Kinder wollten sich ihre Füße nicht waschen lassen. Die meisten Kinder jedoch genossen es, schmunzelten oder schlossen die Augen und baten uns, nicht aufzuhören.

Danach erzählten wir den Kindern von der Kreuzigung. Die Kinder sind immer tief berührt von den Leiden Jesu und waren betroffen, als ich ihnen einen 30cm langen und 2cm dicken Nagel zeigte. Als wir von der Auferstehung Jesu erzählten, stimmten die Kinder das Lied an: „Er lebt, er lebt, er lebt für immer. Sing Halleluja.“ Die Kinder sangen es immer und immer wieder und auf einmal war eine ganz besondere Freude und Stille unter uns. Sogar die Erwachsenen kamen zu uns und stellten sich um uns herum. Es fühlte sich so an, als wenn wir im wahrsten Sinne des Wortes die Auferstehung Jesu feierten.
Liebe Freunde, bitte betet dafür, dass hier in Südafrika noch viele Kinder das Lob Gottes anstimmen.
Durch Eure Unterstützung konnten wir wieder viele Mahlzeiten austeilen und eine neue Gefriertruhe und einen neuen Gasherd für den Kindergarten anschaffen. Danke für alles. Bitte betet weiter für uns.
Wir wünschen Euch von Herzen Gottes Segen.
Euer Bambelela Team








































