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Freundesbrief Mai 2019

Liebe Freunde,

herzliche Grüße aus Südafrika sendet Euch das Bambelelateam.

2.Thessalonicher 3,3: Aber der Herr ist treu, er wird Euch stärken und  Euch vor dem Bösen bewahren.

Unsere Straßengottesdienste sind “Toptrump”( Trumpfkarte) sagten die Kinder und meinten damit, dass unsere Programme im Vergleich zu allen anderen Angeboten herausstechen und ihrer Meinung nach unübertrefflich sind. Als Team freuen wir uns natürlich sehr über das Lob der Kinder. Aber ganz besonders stach in den letzten Monaten Gottes Treue zu unserer Arbeit heraus und übertraf alle unsere Erwartungen.

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Freundesbrief November 2018

Bittet, so wird euch gegeben, sucht, so werdet Ihr finden, klopft an, so wird euch aufgetan. Matthäus 7,7

Liebe Freunde,
Gott erhört unsere Bitten immer nach Seinem Willen und zu
Seiner Zeit. Er liebt es, wenn wir Seine Nähe suchen und Er tut
nichts lieber, als uns Gelegenheiten zu geben, Kindern das
Evangelium weiterzusagen. Im Dienst und persönlich haben wir
in den letzten Monaten das empfangen, was für uns bereit lag, und wir sind durch die Türen gegangen, hinter welchen schon auf uns gewartet wurde.

Martina: Im Mai hatte ich Angst, dass Senzos Pflegschaft nicht verlängert wird, weil mein Visum mal wieder auf sich warten ließ. Das Sozialamt drohte schon damit, mir Senzos Pflegschaft zu entziehen. Einen Tag bevor die Pflegschaft auslief, bekam ich mein 3-Jahresvisum.

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Freundesbrief April 2018

Martina Thiemanns Freundesbrief Nr. 40

 Liebe Freunde,

Herzliche Grüße sendet Euch das Bambelelateam mit Kylie, Thabani, Octavia, Thumeka und Martina.

Leider können wir nicht tausenden von notleidenden Kindern ein Zuhause geben, so gerne wir es natürlich auch tun würden.

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Freundesbrief November 2017

Martina Thiemanns Freundesbrief Nr. 39

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.
Ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Segen mit sich bringt.“

 Liebe Freunde,
In diesem bekannten und beliebten Adventslied fordert der Dichter Georg Weissel uns nicht nur auf, Wohnungen und Häuser für unseren Herrn Jesus Christus zu öffnen, sondern ihn auch in unserem innersten persönlichen Leben einziehen zu lassen, in unseren Herzen.

Unser Team in Pietermaritzburg und Kapstadt versuchte in den letzten Monaten wieder alles, um überall Kinder und Jugendliche mit unseren Programmen zu erreichen.

In Kapstadt konnten wir 12 Mütter gewinnen, die einmal in der Woche mit Kindern aus der Nachbarschaft einen Hauskinderkreis machen. Sie bekommen von uns immer jeweils für einen Monat ausgearbeitete Stunden: Bilder für die Geschichte und die Erzählung dazu, Lied- und Spielvorschläge und einen Bibelvers.

Vormittags besuchen wir neuerdings regelmäßig die Vorschulkinder in Mpumlani. Sie laufen teilweise noch im Schlafanzug draußen herum, denn die Eltern haben kein Geld für eine Betreuung und so werden sie entweder aus dem Haus ausgesperrt oder                               alleine gelassen. Wir machen ein Programm mit ihnen und teilen Maisbrei aus.

In Kapstadt haben sich nun auch Türen im Township Parkwood geöffnet. Wir konnten in dieser Gegend, die in den letzten Monaten durch hohe Kinder- und Jugendkriminalität Schlagzeilen machte, Besuchsdienste und Straßen-Gottesdienste beginnen. Gott führte es so, dass ich bei einem Besuch dort zwei einflussreiche Christen kennenlernte, welche ich auch für die Mitarbeit gewinnen konnte. Der Straßen-Gottesdienst, auf einem Spielplatz durchgeführt, wurde in der letzten Woche von 300 Kindern und 60 Erwachsenen besucht. Das war die höchste Teilnehmerzahl, die wir jemals hatten.

… und dass berührte mich sehr: „Ich kann nicht viel tun, aber ich streiche einen Tropfen Öl an die Tür und bete dabei, dass der Herr Jesus in diese Hütte einzieht…“ sagte der 10 jaehrige Sizewe aus dem Township Philippi.

Octavia berichtet aus unserm Kindergarten in Pietermaritzburg: In den letzten Monaten haben mich immer wieder die Erzählungen von Kindern aus extrem gewalttätigen Familien erschüttert. Zum Beispiel sah die vierjährige T., wie der Vater die Kleidung verbrannte und die Mutter verletzte. Und die 5-jährige S. war sehr traumatisiert, als die Großmutter ihrer Mutter ein Stück brennendes Holz ins Gesicht warf. Zur Ehre Gottes möchte ich aber auch sagen, dass Gott immer eingriff und die Kinder aus dieser Situation herausholte, indem die Kinder zu anderen Familienmitgliedern gebracht wurden. In unserem Kindergarten erholen sich die Kleinen immer von ihrem emotionalen Stress. Der Kindergarten „Senzo Daycare centre“ ist ein echter Segen für die Kinder.

Kylie Wynne schreibt: Ich kann bezeugen, dass die Kinder durch unsere Straßen-Gottesdienste gesegnet werden. Das fiel mir besonders in unserem neuen Township „Ghosttown” auf (es liegt an einem Friedhof). In den ersten Gottesdiensten mangelte es echt an Disziplin und fast keiner hörte zu. Die Gesichter sahen so unendlich traurig aus. Inzwischen haben sich viele Kinder bekehrt und die Lebensfreude kam zurück. In der letzten Woche fragte ich die Kinder, ob sie sich etwas von Gott wünschen. Viele Kinder wünschten sich Spielzeug oder Handys, ein Junge jedoch wünschte sich, jeden Sonntag in die Kirche gehen zu können.

Seit 4 Monaten gehen wir am Freitagvormittag in ein Gefängnis für straffällig gewordene Jugendliche und machen ein Programm mit Andacht, Liedern, Austausch und Spielen. Als wir immer wieder kamen, fingen die Jugendlichen an, uns zu vertrauen und sie öffneten sich. Gott machte ihre Herzen wieder weich und aus den harten Kriminellen wurden wieder Teenager. Sie treffen sich zum Gebet, lesen ihre Bibel und dabei ist ihnen der Spott der Mitgefangenen und Wärter egal.

Leider verlässt uns Flomina Mlongo, unsere treue Köchin, weil sie in Rente geht. Sie schreibt: “Liebe Freunde von Bambelela ku Jesu, unser Leben verändert sich immer wieder, damit wir im Glauben und in der Liebe zu Gott und den Menschen wachsen. Schweren Herzens möchte ich mich heute von Euch verabschieden. In den letzten 10 Jahren meines Dienstes habe ich so viel gelernt, aber am meisten haben mich die Kinder berührt, weil ich in unserem Kindergarten jeden Tag glückliche Kinder gesehen habe. Ich liebte das tägliche Kochen und dabei zu sehen, wie gut es ihnen schmeckte. Ich glaube, dass der Kindergarten für die Kinder ein Zuhause geworden ist. Siyabonga (Danke) für Eure Treue.

Die Geschichte sagt, dass ein Herr Sturgis den einzigen Weg zur Kirche, der damals vom Armenhaus über sein Grundstück führte, absperrte und erst durch das Singen des Liedes” Macht hoch die Tür” dazu bewogen wurde, das verschlossene Tor wieder zu öffnen.

Ich danke Euch, dass Ihr von Anfang an Eure Herzen für die Armen geöffnet habt und durch Eure Spenden und Gebete immer dafür gesorgt habt, dass der HERR der HERRLICHKEIT nun schon seit 14 Jahren in das Leben von Südafrikas Kindern einziehen kann.

Wir wünschen Euch allen eine gesegnete Adventszeit.

Euer Bambelela-Team

Vom Verein Bambelela ku Jesu e.V. können wir mit Freude berichten:Martina kommt im November und Dezember wieder nach Deutschland!

19.11.17         10.00 Uhr Jesus-Zentrum Emden, Gottesdienst
26.11.17         10.00 Uhr Freie Christengemeinde Nienburg, Gottesdienst
02.12.17         14.00-17.00 Uhr Andreas-Gemeinde Neumünster, Basar mit Missionaren
03.12.17         10.00 Uhr Andreas-Gemeinde Neumünster, Gottesdienst
04.12.17         19.30 Uhr Gemeinde Neuallermöhe/Hamburg, Vortrag
08.12.17         19.00 Uhr St.Petrus-Gemeinde Henstedt-Rhen, Vortrag
10.12.17         09.45 Uhr und 11.30 Uhr St.Petrus-Gemeinde Henstedt-Rhen, Gottesdienste
10.12.17         18.00 Uhr St. Johannes Gemeinde Oldenburg i. Holstein, Jugend Gottesdienst
16.12.17         10.30-13.00 Uhr St. Johannes Gemeinde Oldenburg i. Holstein, Pfadfinder
17.12.17         10.00 Uhr Kirche Brokstedt, Lobpreis-Gottesdienst
20.12.17         19.00 Uhr Christus-Gemeinde Krogaspe, Vortrag

Bitte schauen Sie auch auf unsere Internet-Seite www.bambelela.de oder bei facebook, dort werden die Termine ebenfalls veröffentlicht und ggf. aktualisiert.

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Freundesbrief Mai 2017

Liebe Freunde,

vor zwei Wochen stand folgendes in der südafrikanischen Tageszeitung: „… die vielen Vergewaltigungen und Morde an Kindern in den Townships zeigen ein tieferes Problem auf als Armut und Arbeitslosigkeit. Es herrscht Chaos, weil keine Ordnungen vorgegeben sind und jegliche Moral fehlt.”

Kylie Wynne, unsere Leiterin in Pietermaritzburg (PMB) beschreibt das Chaos im Leben der Kinder so: „Die Arbeitslosenquote ist sehr hoch. Die meisten Eltern sitzen irgendwo zusammen und trinken schon vormittags den selbstgebrannten Alkohol. Die Kinder sind schon früh sich selbst überlassen, keiner kümmert sich um sie. Sie laufen draußen herum und sitzen im Staub. Die Älteren schämen sich sehr zur Schule zu gehen und leider werden sie dann auch noch von den Lehrern vor der Klasse bloßgestellt, wenn sie nur in Sandalen und ohne Schuluniform kommen. Ihre Hefte sind in Plastiktüten verstaut.”

Bambelela möchte das Chaos im Leben der Kinder ordnen, indem wir wöchentlich ca. 1000 Kindern biblische Geschichten erzählen: in unseren Straßen-Gottesdiensten und auf besonderen Veranstaltungen, wie z.B. auf der Weihnachtsfeier in Pietermaritzburg mit bis zu 1000 Kindern. Sie lernen den Gott kennen, der ihr Leben mit einer Entscheidung für ihn ordnen will und ihnen sagt, wie sie leben sollen. Die Kinder hören von der Liebe zu Gott unserem Vater und von der Nächstenliebe und ihre Herzen werden berührt von der Liebe Gottes.

Bambelela möchte das Chaos im Leben der Kinder beseitigen, indem wir ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und mit ihnen beten. Auf unserem Besuchsdienst „Von Hütte zu Hütte“ lernen wir die Kinder kennen und sie uns. Die älteren Kinder erzählen uns von ihren Problemen, die Jüngeren können gar nicht genug vom „Kuscheln, Knuddeln, und Spielen” bekommen.

Cornelius aus Henstedt-Ulzburg macht gerade ein zweimonatiges Praktikum bei Bambelela-Kapstadt.
Er schreibt: „In der ersten Woche war es sehr ungewohnt, alles hautnah mitzuerleben, die Armut und die Wohnverhältnisse, doch die Kinder nehmen einen sofort auf und heißen einen willkommen – besonders beim Besuchsdienst und wenn wir zu einem Township fahren, um die Kinder für den nächsten Tag zum Programm einzuladen. Die Kinder waren so fröhlich und aufgeregt. Zudem haben sie auch immer „Martina, Martina” gerufen, wenn wir mit dem Auto kamen. Sie waren so glücklich, wenn sie dann den Flyer in der Hand hatten…

Manchmal bekommen sie die einzige warme Mahlzeit der Woche vom Bambelelateam, diese hilft ihnen und ist durch die Kochkünste von Flomina in PMB und Thumeka in Kapstadt immer “umnani” (Xhosasprache – lecker).

Was mir am meisten an der Arbeit gefallen hat war, dass ich so toll aufgenommen wurde und die Kinder sich immer so auf das Programm freuten. Die Kinder waren sehr offen für die Geschichten aus der Bibel. Während der Geschichte saßen die 100 – 250 Kinder dort und haben gespannt zugehört. Mir hat die Zusammenarbeit mit Martina und dem Team sehr gefallen. Man kann Erfahrungen für das Leben sammeln und bekommt einen Eindruck, was für eine tolle und vor allem wichtige Arbeit das Bambelelateam hier in Südafrika vollbringt.“

Unser Kindergarten in Pietermaritzburg ist eine „Oase” im chaotischen Leben der Kinder. 20 HIV-positive Kinder werden von unseren Mitarbeitern täglich liebevoll versorgt und gefördert. Auf dem Bild unten seht ihr unsere Vorschulkinder, die 2016 erfolgreich ihren Schulvorbereitungskurs bestanden haben und im Januar eingeschult wurden. 2x wöchentlich lernten sie die wichtigsten Dinge des Schulalltags kennen, wie Konzentration, erste Mengenlehre, Schreibansätze, sowie erste Sinneswahrnehmungen.

Leider gibt es auch Erschütterndes aus dem Kindergarten zu berichten. Octavia fiel auf, dass der Gesundheitszustand der kleinen Th. immer schlechter wurde. Sie litt unter eitrigen Hautausschlägen und wir bestanden auf einen Arztbesuch. Dort fand man heraus, dass sie vom Freund der Mutter vergewaltigt wurde. Das Mädchen war schwer verletzt und bekam Medikamente. Der Täter war einige Tage im Gefängnis und wurde dann gegen eine Kaution der Mutter wieder frei gelassen. Th. kommt seitdem nicht mehr in unseren Kindergarten.

Unser neuer Mitarbeiter in Kapstadt stellt sich vor: „Ich heiße Sinethemba Quashani, bin 23 Jahre alt und lebe im Township Khayelisha. Ich lernte Martina durch meinen Onkel kennen, der Pastor ist. Es ist eine wunderbare Erfahrung für mich, die Liebe Gottes nicht nur zu den vernachlässigten Kindern zu tragen, sondern allgemein in die Townships.“

Weisheiten aus dem Mund eines Kindes: „Ich kann mir nicht richtig vorstellen, wie es im Himmel sein wird, aber ich glaube, wenn ich Jesus treffe bin ich entweder still oder singe und tanze.“

Bambelela aktuell: Seit 2 Wochen machen wir Straßengottesdienste in einem neuen Gebiet, auf einem Spielplatz in Capricorn-Lavender Hill. Freitag kam eine ältere Frau auf mich zu und meinte: „Ihr wart jetzt zwei Mal hier und bitte kommt immer wieder. Seit 2 Wochen waren hier keine Bandenkriege und Schusswechsel mit Verletzten mehr.“

Und dann gibt es auch weitere gute Nachrichten: der südafrikanische Zweig von Bambelela ist endlich anerkannt – Grundlage für uns, hier auch rechtlich abgesichert weiterarbeiten zu können.

Liebe Freunde, wo wären wir ohne Euch? Dank Eurer Spenden, können wir Südafrikas Kinder erreichen. Ihr habt euch dafür entschieden, uns zu unterstützen. Deswegen wird hier das Leben von Kindern, von ganzen Familien und Gemeinden in Südafrika verändert. Danke für alles und bitte betet für uns.

Und eine Bitte: unsere Arbeit wächst und wächst, leider auch unser Finanzbedarf. Erzählt Freunden und Bekannten von Bambelela – helft uns, Bambelela noch bekannter zu machen – wir können jede Spende gebrauchen. Vielen Dank!

Herzliche Grüße sendet Euch das Bambelela-Team

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Freundesbrief Oktober 2016

Liebe Freunde,
“Gott nahe zu sein, ist mein Glück” heißt es in Psalm 73,28

Die neunjährige Nellie verpasst keinen einzigen Gottesdienst. Es amüsierte und machte mich nachdenklich zugleich, als sie sagte: “Tante Martina du könntest ja auch Lehrerin an unserer Schule sein und uns jeden Tag unterrichten.” Ich fragte zurück: “ Welches Fach soll ich denn unterrichten?” Sie überlegte kurz und meinte: “Happiness- Glücklichsein“. Ich freue mich und danke Gott dafür, dass jede Woche ca. 1000 Kinder in unseren Gottesdiensten in Pietermaritzburg und Kapstadt glückliche Momente, ja mehr noch, das Beste erleben – die Nähe Gottes.

“Es ist gut zu wissen, dass Gott nahe ist” war der Leitgedanke in den biblischen Geschichten der letzten Wochen, z.B. als König Saul einen Speer nach David warf und ihn knapp verfehlte. Dass Gottes Nähe immer gut tut, erfahren die Kinder, wenn wir Gott anbeten und uns die Zeit nehmen, ihn im Gebet zu suchen. Die Kinder hörten aber auch von Menschen in der Bibel, die Gott nahe kommen wollten und ihn in besonderer Weise suchten, gerade dann, wenn es ihnen nicht gut ging, z.B. König Hiskia, als er bedroht wurde oder als er schwer krank wurde.

Ein Junge aus unseren Vorschulkinderstunden verlor seinen Vater durch einen tragischen Verkehrsunfall. In dieser schlimmen Zeit hatte er einen Traum, der ihn, so wie die Mutter sagte, sehr tröstete: Er sah seinen Vater im Himmel und hörte ihn sagen: “Ich bin glücklich hier, mir geht es gut. Ich warte hier auf dich und bald sehen wir uns wieder.” Wir beten weiterhin um Trost für diesen Jungen.

In unserer Spielgruppe in Phakamani wurde in der letzten Woche ein 4 Wochen altes Baby aufgenommen. Nzali, unsere Mitarbeiterin, wollte eigentlich keine weiteren Kinder aufnehmen, aber ihr ging es so, dass sie keine Wahl hatte, denn die Mutter hätte ihr Kind sonst tagsüber mit dem alkohol- kranken Großvater allein gelassen und die Bedrohung für das Leben des Kindes bewegte sie.

In der letzten Woche nahm ich zum ersten Mal meinen Therapiehund Benny mit zu den Straßenkindern in Parkwood. Mir fiel ein sehr trauriges Mädchen auf, die immer nur auf den Boden schaute und sich ständig kratzte. Sie erzählte mir, dass sie Schuppenflechte hätte und die anderen Kinder immer Abstand

von ihr nehmen würden. Ich ermutigte sie und in dem Moment, als sie sagte, dass keiner sie liebhaben würde, fing mein Hund an, sie ausgiebig zu lecken. Sie freute sich ungemein und fing an, ihn zu streicheln. Dabei sage sie immer wieder zu meinem Hund: ”Do not worry, I am not messed up, I am not messed up” (was soviel heißt wie: Ich bin nicht verkorkst oder durcheinander) Als sie dann aufstand, ging mein Hund so dicht neben ihr, wie ich es noch nie vorher erlebt habe. Er folgte ihr auf Schritt und Tritt. Wenn sie sich setzte, setzte er sich auch. Wenn sie sich hinlegte, legte er sich auch hin. An diesem Nachmittag durften wir ein Kind besonders glücklich machen. Es war eine ganz besondere Begegnung.

Unsere neue Erzieherin im Kindergarten in Pietermaritzburg möchte sich bei euch vorstellen:
Ich heiße Leonie Wardle, bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe einen 4-jährigen Sohn. Ich arbeite seit dem 1.Juni im Kindergarten und bin froh, dass ich das tun kann, wozu Gott mich berufen hat, nämlich mit Kindern zu arbeiten. In der Andacht morgens erzähle ich den Kindern immer von Jesus. Als ich im Kindergarten anfing, sah ich viele traurige Gesichter, aber jetzt nicht mehr.
Wenn wir Reime singen, benehme ich mich wie ein Kind, hüpfe auf und ab. Die Kinder kommen jetzt heraus aus ihrem Schneckenhaus, sie werden selbstbewusster und unabhängiger.
Der Kindergarten verändert das Leben der Kinder wirklich. Zum Beispiel haben wir ein Kind mit dem Namen Jordanique, die nur dunkle Malstifte benutzte, als sie in den Kindergarten kam. Mittlerweile benutzt sie helle Farben. Sie ist nicht mehr traurig, sondern glücklich.
Ich bin gesegnet, dass ich ein Teil dieses Werkes sein darf. Danke für alles.

Flomina, unsere Köchin in Pietermaritzburg, schreibt: Wenn die Kinder mir sagen, dass mein Essen gut schmeckt, bin ich glücklich und es motiviert mich immer wieder neu, mein Bestes zu geben. Die Kindergartenkinder freuen sich immer richtig auf das Essen. Bambelela hat das Leben von den Kindern verändert, weil sie hier alles bekommen, was sie täglich brauchen.

In Kapstadt wird es in den nächsten Wochen Weihnachtskinderstunden in – bis jetzt uns unbekannten – Townships, im Flüchtlingsheim, in Kinderheimen und Kindergärten geben.
In Pietermaritzburg bereiten sich die Mitarbeiter auf eine große gemeinsame Weihnachtsfeier mit 1000 Kindern aus den Townships vor.

Liebe Freunde und Beter und Spender, DANKE dafür, dass euch das Glück von Südafrikas Kindern nicht gleichgültig ist. DANKE für eure treue Unterstützung, mit welcher ihr die Arbeit von Bambelela möglich macht.

Im November und Dezember komme ich wieder nach Deutschland und berichte gerne in euren Hauskreisen und Gemeinden, wie Gott uns in diesem Jahr wieder beschützt, ermutigt und geführt hat.

Gottes Segen wünscht euch Martina und das Bambelelateam

Vom Verein in Deutschland:
Die Termine für Martinas Besuch in Deutschland finden Sie demnächst auf unserer Homepage

Wenn noch Interesse besteht, Martina Thiemann in Ihre Gemeinde, zu einem Vortrag oder zu einem Gottesdienst einzuladen, wenden Sie sich gerne an info@bambelela.de oder an Tel. 04324-8137

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Freundesbrief April 2016

Liebe Freunde,

Im Mai gibt es hier an den Küsten ein Naturphänomen zu bewundern: Riesige Sardinenschwärme ziehen zum warmen Agulhasstrom (Meeresströmung an der Ostküste) und haben viele hungrige Verfolger: Vögel, Haie, Seehunde usw. Die Fische verteidigen sich gegen die Feinde, indem sie so dicht zusammen schwimmen, dass sie undurchdringlich wirken und so die Angreifer abwehren. In den letzten Monaten fühlten wir uns auch manchmal „verfolgt”. Da half nur eines: Zusammenrücken, gute Zusammenarbeit im Team und mit dem Zweig in Pietermaritzburg, enger Austausch mit dem Vorstand in Deutschland und viele Treffen und Beratungsgespräche mit Rechtsanwälten und Notaren.

Ja, es war wirklich viel los hier: Unser engagierter Mitarbeiter Lulama verließ Ende Februar unser Team Kapstadt, weil er als Gemeindeleiter in Philippi angestellt wurde. Seine Frau Nzali betreut weiter unsere Spielgruppe in Pagamani. Mein südafrikanisches Führungszeugnis verschwand 2x beim SAPS (South African Policeservice). In der letzten Woche erhielt ich es endlich (einen Tag vor Ablauf aller anderen Dokumente z.B. des deutschen Gesundheitszeugnisses) und konnte den Antrag auf meine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung einreichen.

Octavia, unsere Erzieherin in Pietermaritzburg darf nach den Ende 2015 verschärften neuen Bestimmungen keinen Kindergarten leiten. Wir müssen eine Sozialpädagogin einstellen. Kylie führt gerade Bewerbungsgespräche. Da wir Vorschularbeit mit den Kindern machen, müssen wir uns als Vorschule neu registrieren lassen. Das Senzo-Daycarecentre wird jetzt in Senzo-Preprimaryschool umbenannt. Eine Behörde schaute etwas genauer in unsere Aktivitäten, warnte uns und machte die umgehende Registrierung unseres Vereins in Südafrika sehr dringend. Alle Mitarbeiter haben jetzt Arbeitsverträge und sind arbeitslosenversichert.

Ihr seht: in Südafrika werden die Zügel kräftig angezogen.

In diesem Prozess mussten wir uns durch viele Dokumente arbeiten, aber wir hatten guten juristischen Beistand und mein Besuch in Pietermaritzburg wurde notwendig. Es war so gut, alle Mitarbeiter dort wiederzusehen. Mthobisi überlebte nur knapp einen brutalen Überfall im November, Octavias 3 Geschwister verstarben im letzten Jahr und sie hat sich der 8 Neffen und Nichten angenommen. Thabani, der neue Mitarbeiter, liebt den Dienst und bereichert das Team mit seiner besonnenen humorvollen Art. Unter Kylies Leitung ist das Team in guten Händen.

Kylie schreibt: Die Kinder haben sich so gefreut, uns nach der Sommerpause wiederzusehen. In Thembalihle kommen immer mehr Kinder, mittlerweile sind es um die 300. Ein kleines Mädchen zeigte uns ihre blauen Flecken im Gesicht und an Armen und Beinen. Sie erzählte uns, dass sie von ihrer Schwester zusammengeschlagen wurde. Unser Herz zerbrach beim Anblick dieses Kindes. Einmal im Monat unterstützen wir eine Familie in Not, momentan ist es die Familie Habana. Sie besuchen neuerdings den Gottesdienst in unserer Gemeinde und seitdem hat sich ihr Gesundheitszustand enorm verbessert. Preist den Herrn! Unsere Jugendveranstaltung ist immer montags von 18-19 Uhr und wird von 30 Teenagern besucht. Letztes Mal erzählten die Jugendlichen sehr bewegend, wie Gott ihr Leben verändert hat, seitdem sie mit Jesus Christus leben. Er beschützte sie vor Gewaltausbrüchen in der Familie und sie wurden versorgt. Die Kinder sprachen auch über Ängste und Sorgen und nannten viele Gebetsanliegen.

Martina schreibt weiter:
Die gute Nachricht ist, dass wieder Hunderte von Kindern von der Kreuzigung und Auferstehung Jesu hörten. Die Leiterin des muslimischen Kindergartens in Kapstadt, die uns wohlgesonnen ist, rief alle Kinder und Mitarbeiter zu unserem Ostergottesdienst zusammen. Ein 6-Jähriger sagte am Ende des Ostergottesdienstes aus tiefster Seele: „Aunti (Tante) Martina, wenn das so ist, dann brauchen wir doch keinen Osterhasen”.

Liebe Freunde, wir wurden noch nicht “verschlungen” von allen gerichtlichen Anforderungen. Es geht immer vorwärts und es gibt noch viel zu tun. Danke für Eure Gebete und finanzielle Unterstützung. Bitte betet ganz besonders für neue Mitarbeiter: eine Sozialpädagogin für unseren Kindergarten und einen Mitarbeiter für Kapstadt, der Lulama ersetzt.

Gottes Segen wünscht Euch das Bambelelateam.

 

Vom Verein in Deutschland:

ganz kurz, nachdem Martina diesen Brief abgeschickt hatte, kam eine neue schlechte Nachricht: das Auto in Pietermaritzburg gab seinen Geist auf….

Nun muss ein neues angeschafft werden, die Reparatur lohnt nicht mehr.

Neben den vielen Kosten für Rechtsanwaltsberatungen, Neugründung des Vereins „Bambelela Südafrika“, Gehalt für eine neue Kindergartenleiterin in Pietermaritzburg reißt das ein neues großes Loch in unser Finanzpolster.

Bitte betet für die vielen Anliegen, und vielleicht, wenn es möglich ist, unterstützt uns mit einer Extra Spende oder der Erhöhung des Dauerauftrags.

Vielen Dank für alles, was Ihr für Bambelela tut!